Gastritis

Intestinale Metaplasie




Die chronische Gastritis ist ein heterogenes Krankheitsbild, bei der die klinisch - endoskopische und mikroskopische Beurteilung nicht immer kongruent ist. Die histologische Diagnose und Klassifikation einer Gastritis richtet sich nach dem vorhandenen zellulären Infiltrat, dem Verteilungsmuster im Magen sowie zusätzlichen degenerativen und regenerativen Schleimhautveränderungen.
Die genannten Kriterien führen zunächst zu einer deskriptiven Diagnose, die jedoch oft auch eine ätiologische Zuordnung erlaubt.

Der histologische Teil der 1990 erarbeiteten Sydney-Klassifikation setzt sich aus 3 Gruppen von Einzelmerkmalen zusammen:

1. Topographie:
     Antrum-, Korpus-, Pangastritis

2. Mikroskopische Kriterien:
   a) graduierbar auf einer Skala von 1-3 (oder gering, mäßig, schwer)

  1. chronische Entzündung (entsprechend dem lympho-plasmazellulären Infiltrat)
  2. Aktivität (entsprechend dem leukozytären Infiltrat)
  3. Atrophie
  4. intestinale Metaplasie
  5. H. pylori

   b) zusätzliche zu beschreibene Merkmale wie:

  1. Lymphfollikelbildung
  2. foveoläre Hyperplasie, Granulome

3. Ätiopathogenese:
     H. pylori, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)



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